Dermatitis Herpetiformis

Die Dermatitis herpetiformis ist eine chronische, blasenbildende Hauterkrankung, welche die Haut und den Darm befällt. Sie tritt am häufigsten bei Erwachsenen auf. Bei Kindern ist die direkte Verbindung zwischen der Bläschenbildung und der Darmschädigung durch Gluten viel einfacher herzustellen.
An der Haut entstehen kleine rote Papeln und Bläschen. Wegen des starken Juckreizes werden die Bläschen schnell aufgekratzt. Die Haut weist dann Erosionen mit Krusten auf, diese können einzeln oder in Gruppen auftreten. Das Erscheinen der Krankheit kann plötzlich oder schleichend sein mit aufeinanderfolgenden Phasen, welche Monate oder Jahre anhalten können. Bei Kindern kann sie von Durchfall, Erbrechen und Wachstumsstörungen begleitet sein.
Was die Verbindung zwischen Zöliakie und Dermatitis herpetiformis betrifft, behaupten einige Forscher, dass die beiden Krankheitslehren eng miteinander verbunden sind, während andere Studien zeigen, dass nur eine Minorität der Zöliakie-Betroffenen ein Krankheitsbild der Haut aufweist.

Die Richtlinien in diesem Handbuch gelten sowohl für Zöliakie als auch für Dermatitis herpetiformis, doch wegen des Sprachflusses sprechen wir vor allem von Zöliakie.

Bei zwei weiteren Krankheiten kann eine glutenfreie Ernährung von Nutzen sein: die Weizenallergie und die „Nicht-Zöliakie Glutensensivität“. Das Krankheitsbild dieser Krankheiten unterscheidet sich von denen der Zöliakie, aber das Wissen über den Glutengehalt der Lebensmittel hilft den Betroffenen ebenso wie den Zöliakiepatienten.